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Mitgliederversammlung erstmals im Freien

Bestehender Aufsichtsrat im Amt bestätigt

Verein 19.10.2021, 23:02

Der FC Augsburg hat am Dienstagabend in der WWK ARENA seine ordentliche Mitgliederversammlung durchgeführt. Erstmals wurde die Jahreshauptversammlung coronabedingt im Freien, nämlich auf der Gegengerade durchgeführt. 845 stimmberechtigte Mitglieder waren an diesem Herbstabend anwesend und informierten sich über die aktuelle Situation und die abgelaufenen beiden Geschäftsjahre des FCA.

Der FCA hatte alle Mitglieder mit Sitzkissen und FCA-Decken ausgestattet, um sie vor den kälter werdenden Abendtemperaturen zu schützen. Als der Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Müller verkündete, dass Sitzkissen und Decken nach der Veranstaltung mit nach Hause genommen werden können, gab es den ersten Applaus.

Nach der Begrüßung von Thomas Müller übernahm Präsident Klaus Hofmann seinen Bericht des Vorstandes, in dem er viele Themen wie die sportliche Entwicklung, auch kritisch, beleuchtete. Auch zu allgemeinen Themen wie Gehaltsstrukturen im Fußball oder dem Videobeweis sprach Klaus Hofmann, er schilderte seine persönlichen Eindrücke und ordnete dies immer wieder im Vergleich zum FC Augsburg ein. Außerdem legte er die aktuelle Gesellschafterstruktur beim FCA dar und schilderte noch einmal ausführlich den Gesellschafterwechsel, durch den sich nichts an der Struktur verändert hat. Auch bei ihm gab es immer wieder Applaus aus dem Publikum.

Ebenfalls respektvoll wurden die aktuellen Finanzzahlen des e. V. sowie der Lizenzabteilung aufgenommen. Im Jahresabschluss des FC Augsburg 1907 e. V. konnte Vorstand Jakob Geyer in den Geschäftsjahren 2019/20 (Erträge in Höhe von 2,838 Millionen Euro) und 2020/21 (2,954 Millionen Euro) jeweils eine bilanzielle Null vorweisen, die 2019/20 durch Rücklagen in Höhe von 230.495 Euro ausgeglichen wurde, während 2020/21 immerhin 10.370 Euro Rücklagen gebildet werden konnten.

Corona-Einbußen machen sich bemerkbar

Für die FC Augsburg 1907 GmbH & Co. KGaA konnte Geschäftsführer Michael Ströll trotz der ausgebrochenen Corona-Pandemie für das Geschäftsjahr 2019/20 erneut schwarze Zahlen präsentieren. Der Umsatz lag bei 98,586 Millionen Euro. Durch Aufwendungen in Höhe von 97,080 Millionen Euro ergab sich nach Steuern ein Jahresüberschuss von 0,933 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2020/21 machten sich die Corona-Einbußen deutlicher bemerkbar. Die Erträge gingen auf 80,968 Millionen Euro zurück und stehen Aufwendungen in Höhe von 81,357 Millionen Euro gegenüber. Dadurch ergibt sich durch das vorausschauende Handeln der Vereinsführung lediglich ein Jahresdefizit in Höhe von 0,774 Millionen Euro.

„Durch unsere Maxime der wirtschaftlichen Vernunft und dank unserer schlanken Strukturen haben wir die Corona-Pandemie im Vergleich zu anderen Klubs gut abfedern können. Hieran haben alle Mitglieder, Fans, Partner und Sponsoren, aber auch alle Mitarbeiter ihren Anteil“, betonte Michael Ströll, um gleichzeitig aber auch darauf hinzuweisen: „Wir haben die Corona-Pandemie noch nicht komplett überstanden. Gerade im laufenden Geschäftsjahr müssen wir mit einem größeren Verlust rechnen, da neben den Einbußen durch die Corona-Pandemie auch der Anteil am TV-Geld durch den neuen Verwertungsvertrag deutlich gesunken ist. Es stehen uns also weiterhin große Herausforderungen bevor, die wir gemeinsam meistern wollen.“

Im Anschluss an die Berichte wurden die Vorstände und Aufsichtsräte für die Geschäftsjahre 2019/20 und 2020/21 mit überwältigenden Mehrheiten entlastet. Danach standen die Wahlen zum Aufsichtsrat sowie zum Ehrenbeirat an.

Neben den bestehenden Aufsichtsräten Thomas Müller, Johannes Hintersberger, Walter Sianos und Gerhard Wiedemann hatten sich mit Mario Raffaele und Alexander Süßmair auch zwei neue Bewerber zur Wahl gestellt. Bei der geheimen Wahl erhielten schließlich die bestehenden Aufsichtsräte weiterhin das Vertrauen der Mitglieder. Thomas Müller erhielt 652 Stimmen, Walter Sianos 644, Gerhard Wiedemann 611, Johannes Hintersberger 579, Mario Raffaele 278 und Alexander Süßmaier 203.

Anschließend wurde auch der Ehrenbeirat gewählt. Hier wurden Maximilian Hofmeister, Andreas Thomas, Jürgen Völkel und Christian Korte wiedergewählt. Für Willi Leichtle, der aus persönlichem Wunsch nicht mehr zur Wahl stand, wurde Irene Krapf in das Gremium gewählt.

Neue Ehrungsstruktur für treue Mitglieder

Beim Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ stellte Thomas Müller eine neue Ehrungsstruktur vor, nach der Jubilare als Geschenk nun FCA-Trikots mit personalisiertem Trikotflock, der Bilder aus der Zeit der Mitgliedschaft enthält, sowie eine Holz-Zirbelnuss in verschiedenen Größen überreicht bekommen. Die Ehrung wird außerdem nun in würdigem Rahmen vor einem Bundesliga-Spiel durchgeführt. Dies war erstmals beim vergangenen Heimspiel gegen Arminia Bielefeld der Fall.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden folgende Personen mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet: Patrick Faustin, Manfred Freitag, Eva Heindl, Johannes Hintersberger, Susanne Hoffmann, Hubert Kratzer, Hans Lang, Peter Müller, Klaus Raßhofer, Elisabeth Schweigert und Edgar Schweininger.

Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden folgende Personen mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet: Harald Baur, Dietmar Herold, Robert Komor, Dieter Reinhold, Ludwig Schlecker, Michael Straub, Ulrike Weldert und Rudi Wiegand.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurde folgenden Personen die Ehrenmitgliedschaft verliehen: Herbert Dorn, Gerhard Dürrwanger, Heidi Krüger, Karl Schellenbauer und Peter Stähle.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung wurde über Anträge der Mitglieder informiert und auch Meinungsbilder der anwesenden Mitglieder zum Thema Videobeweis sowie zu einem Antrag nach ermäßigten Tickets bei Bundesliga-Heimspielen des FCA eingeholt. Schließlich hatten Mitglieder die Möglichkeit, sich persönlich zu äußern und weitere Anliegen an den Vorstand und den Aufsichtsrat zu richten.

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Michael Ströll